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ad astra science fiction 018: Treffpunkt: Zukunft II - Diele - Wohnwelt



ad astra science fiction 018: Treffpunkt: Zukunft II

ad astra science fiction 018: Treffpunkt: Zukunft II

Format: PDF in DIN A 5 – 62 Seitenzweite und letzte Folge des Doppelbandes von Wilfried Hary: Ein Autor auf Spurensuche – im Strom der Zeit»Leicht verändert«, kommentierte der Verleger. Er konnte sich an die Story offenbar besser erinnern als ich.          Er ging unruhig ein paarmal auf und ab. Dann setzte er sich mir gegenüber. Ganz bedächtig tat er das. Als hätte er Angst, der Sessel könnte unter ihm zusammenbrechen. »Ich verstehe das alles nicht«, bekannte er.          Ich ergriff das Glas. Prompt prostete der Verleger mir zu.          Ich hatte einmal angenommen, er sei ein Aasgeier, der alles daransetzte, mich auszuweiden und meine Gedanken in bare Münze zu verwandeln. Eigentlich erschien er mir zum erstenmal  wie  ein  lebendiger Mensch. Konnte es sein, daß im Lauf der Jahre eine besondere Art von Freundschaft zwischen uns entstanden war?          »Die Geschichte ist ein wenig philosophisch«, sagte er nachdenklich. »Als ich sie zum ersten Mai las, hat sie mir überhaupt nicht gefallen. Die stattfindende  Auseinandersetzung wurde mir erst begreiflich, als ich den Sinn entdeckte...«          Ich leerte das Glas mit einem Zug und sprang auf. Meine Nerven gingen durch. Ich konnte nichts dafür. Die ganze Zeit war ich ruhig und beherrscht geblieben. Aber jetzt... »Sie legt eine verdammte Spur, verstehen Sie denn nicht? Ich meine, die Story ist reine Ironie, weil Hazel sie mir hinterlassen hat. Sie kann keine eigenen Geschichten schreiben. Deshalb nimmt sie meine. Ich dachte stets, daß sie meine Stories überhaupt nicht liest. Und jetzt muß ich entdecken, daß sie sorgfältig ausgewählt hat. Ja, es ist eine Spur, aber... wohin führt sie? Zu Hazel? Warum? Warum tut sie so etwas?«          Ich runzelte die Stirn. Die Umgebung verschwamm für Sekunden. Da war ein Verdacht, der mich schwindeln machte. Das Geheimnis - mein Geheimnis! Was wußte Hazel? Vor allem - WOHER wußte sie es?          Ich brauchte fünf Stunden die Woche, die ich absolut allein und ungestört zubrachte. Nein, es waren nicht genau fünf Stunden, aber ich brauchte schließlich auch Zeit für die Hinfahrt und die Rückfahrt. Außerdem mußte ich immer Vorbereitungen treffen. Um überhaupt meine Geschichten schreiben zu können!          Dialog mit dem Schöpfer. Sie wollte MICH damit treffen - den Schöpfer so vieler Geschichten. Aber was jetzt? Was sollte ich tun?          Ich taumelte zur Tür, sah sie wie durch eine Nebelwand. Jemand rief mir zu. Ich achtete nicht darauf. Als die Sekretärin im Vorzimmer mich stützen wollte, schüttelte ich sie einfach ab. Ich erreichte den Fahrstuhl, ohne mich aufhalten zu lassen. Ich sank mit der Kabine abwärts und kam langsam wieder zu mir. Glasklar stand es vor meinen Augen: Hazel tat nichts umsonst. Sie verfolgte einen bestimmten Plan. Wollte sie mich vernichten? Nein, dann wäre sie anders vorgegangen. Das mit dem Verleger war ein Zwischenspiel, ein Teil des Weges. Ich mußte mich jetzt konzentrieren, um die Fortsetzung zu finden. Denn es gab eine Fortsetzung. Davon war ich überzeugt. Hazel, du bist ein Luder. Nein, so kenne ich dich gar nicht. Ich...          Ein Name fiel mir ein: Klaus Otto! Er war unser beider Freund. Unten eilte ich aus dem Fahrstuhl. Der Portier trat mir in den Weg. Ich nickte ihm kurz zu und schob mich vorbei. Schnell lief er zum Telefon. Gewiß hatte er Order vom Verleger, mich aufzuhalten. Das war ihm nicht gelungen. Jetzt würde er Bericht erstatten. Ich erreichte meinen Wagen, setzte mich hinter das Steuer und ließ den Motor an.           Klaus Otto kannten wir schon seit Jahren. Seine Freundin arbeitete in Frankfurt. Wochentags war er also allein. Er wußte noch nichts von dem, was geschehen war. Bestimmt würde er aus allen Wolken fallen, wenn er es erfuhr. Oder war Hazel bereits bei ihm gewesen und hatte...?          Nein! entschied ich, denn in einem solchen Fall hätte er mich gewiß angerufen. Ich erreichte das Haus in Rekordzeit. Klaus besaß eine Eigentumswohnung. Ich rannte zum Eingang.          Schon hörte ich den Summer. Hatte er mich vom Fenster aus gesehen? Ich trat ein.          »He?« rief er von oben, »was ist denn in dich gefahren? Brennt deine Hütte?«          Ich nahm immer drei Stufen auf einmal, um zu ihm zu kommen. Klaus Otto stand in der Wohnungstür, eine Sorgenfalte auf der Stirn. Ich blieb keuchend vor ihm stehen. Vor meinen Augen flimmerte es. »Wie geht es Marietta?« fragte ich schweratmend.          »Ich habe gestern mit ihr telefoniert. Kam eben erst vom Büro, als ich deinen Wagen vorfahren sah.«          Ich schob mich an ihm vorbei in die Diele, preßte meine schweißnasse Stirn gegen die Wand und schloß die Augen.          Er drückte die Tür ins Schloß. »Hazel?« fragte er ahnungsvoll. Ich wandte mich ihm abrupt zu. »Sie hat mich verlassen!«          Er schüttelte den Kopf, weil er es nicht glauben wollte. »Sie hat mir geschrieben.«          »Dir geschrieben?«          »Ja, ich kam noch nicht dazu, den Brief aufzumachen. Lag unten im Briefkasten, mit ihrer Schrift und ohne Briefmarke. Als hätte sie ihn persönlich hineingesteckt.«          »Gib ihn mir!« bat ich ihn.          Schulterzuckend ging er in das Wohnzimmer. Ich folgte ihm und fühlte mich wie im Fieber. Da war der Brief. Mit zitternden Händen riß ich ihn auf. Noch eine Story. Es war eigentlich schon zuviel für mich. Ich sank in einen Sessel und las trotzdem laut vor:   . Download: nach Zahlungseingang;

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